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Die Geschichte der Schokolade |
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Monday, 1. February 2010 |
Das erste Mal wurde der Kakaobaum (Theobroma cacao) vermutlich um 1500 v. Chr. von den Olmeken genutzt, die im Tiefland der mexikanischen Golfküste lebten. Um 600 n. Chr. wurde der Kakao dann von den Maya angebaut.
Die Azteken gaben dem mit kaltem Wasser vermischten Kakaogetränk den Namen: Xocolatl. Mit Hilfe eines Holzquirls, heute spanisch „Molinillo“ genannt, schlug man die Flüssigkeit schaumig auf. Nach Überlieferung der Maya war die Kakaopflanze göttlichen Ursprungs. Zu Ehren des Kakaogottes Ek Chuah wurde im April ein Fest gefeiert, das Tieropfer und das Verteilen von Geschenken beinhaltete. In Mexiko sind vergleichbare Feiern belegt. Dort wurden die Samen der Kakaopflanze ausschließlich als Getränk zubereitet; dieses war erwachsenen, dem Adel entstammenden Männern vorbehalten. Kakao galt als berauschendes Lebensmittel und war damit – nach Ansicht der Azteken – für Frauen und Kinder ungeeignet. Bevorzugt wurde es von Kriegern, Priestern oder zur Opferung vorgesehenen Personen getrunken. Sowohl Hernán Cortés als auch ein Mitglied seiner Expedition, Bernal Díaz del Castillo, berichteten, dass der aztekische König Montezuma kakaohaltige Getränke in großer Menge zu sich genommen hat. Teilweise diente die Kakaobohne auch als Zahlungsmittel. Moctezuma II. verfügte über eine gewaltige Anzahl dieses Zahlungsmittels Kakao. Als Zahlungsmittel taugten sie nur, wenn sie von perfekter Gestalt waren, eine gleichmäßige Farbe aufwiesen und aus bestimmten Gegenden Mexikos stammten. Die damalige Kaufkraft von Kakaobohnen verdeutlicht folgendes Beispiel: Für einen guten Sklaven musste man ca. 100 gute Kakaobohnen bezahlen. Insgesamt wurde auf die Qualität des Kakaos sehr großer Wert gelegt. Besonders beliebt war der Kakao aus Xoconochco, dem heutigen Bundesstaat Chiapas. Aus dieser Gegend musste man den üblichen Tribut in Form von Kakao sehr guter Qualität an den Herrscher abliefern.
Als Kolumbus Amerika entdeckte, bemerkte er die Bedeutung des Kakaobaums nicht, obwohl er mit Kakao in Berührung kam. Erst 1528 wurde der Kakao von den spanischen Eroberern unter Führung von Hernán Cortés nach Europa gebracht. 1544 wurde Schokolade erstmals als Getränk am spanischen Hof getrunken. Die Schokolade schmeckte den Europäern ungesüßt jedoch nicht. Populär wurde sie erst nach der Zugabe von Honig und Rohrzucker. 1673 schenkte der Holländer Jan Jantz von Huesden erstmals öffentlich Schokolade in Bremen aus. Erst im 18./19. Jahrhundert wurden größere Mengen von Kakaobohnen in Bremen gehandelt. Da sie sehr teuer waren, konnten sich Schokolade zunächst nur reiche Adlige leisten. Zwei Faktoren machten den Kakao zum Massenprodukt: Erstens die Pressung des Kakaos und die anschließende Vermahlung zu Kakaopulver, zweitens der Einsatz von günstigerem Kakao aus Amazonien, dem Forastero (heute vorherrschend). Die Erfindung der Pressung und Zermahlung geht auf den Holländer Coenraad Johannes van Houten zurück. Durch die Pressung spaltete er die Kakaobutter vom Kakao ab, heute ein üblicher Vorgang.
Die Verwendung von Kakao bzw. der Schokolade sowohl als Lebensmittel als auch als Medizin ist für Lateinamerika und Europa belegt. Schokolade wurde als generell kräftigend, leicht verdaulich und als Aphrodisiakum empfohlen. Noch bis ins 19. Jahrhundert wurde Schokolade in Apotheken als „Kräftigungsmittel“ verkauft.
Als älteste Schokoladenfabrik Deutschlands wird die Halloren Schokoladenfabrik in Halle (Saale) angesehen, die aus einer im Jahre 1804 von F. A. Miethe gegründeten Konditorei hervorging. In Dresden wurde 1823 die Schokoladenfabrik Jordan & Timaeus gegründet. Hier wurde im Jahre 1839 die erste Milchschokolade hergestellt. 1863 gründete Heinrich Fassbender in der Mohrenstraße in Berlin seine Chocoladerie, in der er feinste Pralinen und Trüffel herstellte. Er wurde bald Königlicher Hoflieferant. 1890 eröffnete Wilhelm Rausch seine erste Confiserie in Berlin. 1999 fusionierten beide Unternehmen zur Firma Fassbender & Rausch GmbH. Ein weiterer wichtiger Schokoladehersteller war Joseph Emile Hachez aus Bremen; er begann 1890 mit der Schokoladenproduktion. In der Schweiz wurde die erste Schokoladenfabrik 1819 von François-Louis Cailler in Vevey gegründet. Ihm folgten unter anderem die Schweizer Firmen Philippe Suchard (1824), Lindt, Jean Tobler (1830; Toblerone) und Rudolf Sprüngli (1845). Die erste Schweizer Milchschokolade wurde 1875 von Daniel Peter und Henri Nestlé auf den Markt gebracht. 1879 entwickelte Rodolphe Lindt das „Conchierverfahren“ der Schokolade. Das Conchierverfahren und die Milchschokolade trugen wesentlich zum Ruf der „Schweizer Schokolade“ bei.
Der Verkauf der Schokolade erfolgte in der „Chocolaterie“. Meist handelte es sich dabei um Verkaufsstätten direkt bei der Produktionsstätte. Heutzutage finden sich Chocolaterien als Café-Chocolaterie in den Städten. Fassbender & Rausch bezeichnen ihr Ladengeschäft am Berliner Gendarmenmarkt als „größtes Schokoladenhaus der Welt“.
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Die Geschichte des Popcorn |
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Tuesday, 26. January 2010 |
Popcorn, Popcorn, Popcorn …alle wollen Popcorn!
Popcorn ist jedem bekannt und wird oft automatisch mit Kino assoziiert. Daraus folgt der häufige Irrtum, Popcorn wäre eine Erfindung der Neuzeit. Das stimmt aber nicht.
Bei Ausgrabungen auf dem amerikanischen Kontinent wurden 4000 Jahre alte Puffmaiskörner gefunden! Deshalb ist davon auszugehen, dass Popcorn schon zu dieser Zeit auf den Speiseplan gehörte.
Popcorn wird aus einer besonderen Sorte von Mais hergestellt, dem Puffmais. Normaler Mais ist aufgrund seiner Stärkehaltigkeit und der zu empfindlichen Schale nicht für Popcorn geeignet. Nur die dünne, aber extrem harte Schale des Puffmaises macht ein Aufpoppen unter Hitze möglich. Dabei spielt die schnelle Ausdehnung von Wasser und Stärke im Maiskorn die entscheidende Rolle.
Als Christoph Kolumbus 1492 Amerika betrat, wurde Popcorn von den Ureinwohnern sogar als Schmuck getragen (Popcorn als Schmuck? ) Unsere Ureinwohner waren schon ziemlich cool ! Das mag heutzutage seltsam anmuten, war aber damals durchaus üblich. Seit 1880 dann wurde Popcorn in den USA als Snack überaus beliebt. Straßenhändler verkauften Popcorn aus mobilen Automaten damals auf der Straße an Kinder und Erwachsene gleichermaßen, alle liebten Sie Popcorn.
Besonders auf Volksfesten wurde viel Popcorn konsumiert.
Mit Etablierung des Kinos wurde Popcorn zum Kinosnack Nummer eins. Wegen der einfachen Art, Popcorn zu verzehren und es bequem in der Tüte mitzunehmen, stieg der Verbrauch nochmals an.
Als das Fernsehen in die Haushalte kam, gingen die Kinogänger und damit der Popcornverkauf zurück. Heute findet man in fast jedem Kino der Welt eine Popcornmaschine mit landestypischen Geschmackrichtungen. Deutschland mag es eher süß, die Amerikaner eher salzig und gebuttert. Wer es frisch, lecker und schokoladig mag ist bei myPopcorn richtig. Hier sind keine Konservierungsstoffe enthalten und man kann den Geschmack individuell bestimmen.
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